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Textil-ABC

Bild: Material

Materialien A - K

Angorawolle:

Angorawolle ist nicht sehr strapazierfähig. Die zarte, flauschige Oberfläche wird noch schöner, wenn man sie leicht bürstet. Angorawolle unterstützt die Heilung bei Muskel- und Gelenkserkrankungen. Garne und Stoffe aus Angora sind besonders lufthaltig und besitzen daher ein hohes Wärmerückhaltevermögen, das bei rheumatischen Erkrankungen lindernd wirkt. Stricksachen aus Angorawolle sind weich und fein.

Unser Tipp:
Tragen sie unter "Angora" keine synthetischen Fasern! (Elektrostatische Aufladung)

Baumwolle:

Sie fühlt sich weich an und ist hautfreundlich. Da sie Feuchtigkeit aufnehmen kann, ist sie ideal für Textilien, die auf der Haut getragen werden. Baumwolle ist reißfest und damit außerordentlich haltbar und strapazierfähig. Baumwolle knittert zwar leicht, dies kann durch Veredlungsmaßnahmen (Hochveredelung) reduziert werden. Stricksachen aus Baumwolle sind vor allem im Sommer angenehm und luftig und kühl.

Cellulose:

Cellulose bildet die Zellwände der Pflanzen und besteht chemisch zu 44 % aus Kohlenstoff, zu 6,2 % aus Wasserstoff und zu 49,4 % aus Sauerstoff (chemische Formel C6 H10 O5. Im Holz ist die Cellulose hauptsächlich mit Lignin verkrustet. Fichtenholz besteht zu 57,8 %, Buchenholz zu 53,5 % aus Cellulose.
Etwa 5 Festmeter Holz geben 1000 kg Zellstoff, aus denen etwa 950 kg Viscosefasern ersponnen werden können.

Chemifaser:

Gattungsname für alle auf chemischem Wege industriell hergestellten Spinnfasern und Filamentgarne. Sie werden unterteilt in cellulosische Chemiefasern, wie Viscose, Cupro und Acetat, und synthetische Chemiefasern wie Polyester und Polyamid.

Elastan:

Durch diese Faser kann eine dauerhafte Elastizität erzielt werden. Sie ist sehr alterungs- und chemiebeständig. Eine Elastanfaser läßt sich um die dreifache ursprüngliche Länge dehnen. Elasthan wird nie allein, sondern immer nur in Verbindung mit anderen Fasern verarbeitet. Ein Elasthananteil in Kleidungsstücken bewirkt ein positives Tragegefühl, es wird z.B. auch für Socken verwendet.

Hight-Tech Faser:

High Tech Fasern sind neue Hochleistungsgarne mit besten Trageeigenschaften in modernster Optik. Wegen ihrer positiven Eigenschaften schon lange Zeit im Aktivsport bekannt, sind High Tech Fasern, wie z.b. Tactelâ, auch in der Konfektion mittlerweile ein absolutes Muß. Dünner als ein Seidenfaden (bis zu 60-mal feiner als ein menschliches Haar), superweich, geschmeidig, extrem haltbar, pflegeleicht und sehr atmungsaktiv – das Leistungsspektrum dieser modernen Materialien ist enorm vielseitig.

Kaschmirwolle:

Sie sind fein, dicht und sauber und von unerreichter Weichheit.
Kaschmir wäre für uns viel zu kostbar, um es pur zu einem Filz zu verarbeiten. Zusammen mit feiner Schafwolle kardiert oder als dünne Außenschicht auf Wolle gefilzt, kommen wir in den Genuß eines edlen Werkstückes.

Kunstseide:

Ursprüngliche Bezeichnung für künstliche Filamentgarne aus Cellulose oder anderen chemischen Verbindungen, hergestellt nach dem Nitro-, Kupfer-, Viscose- oder Acetatverfahren.

Materialien L - P

Lederimitat:

Sammelbegriff für Microfaser-Verbundstoffe (z.B. Amaretta), beschichtete oder speziell ausgerüstete Gewebe und Gewirke mit lederartiger Oberfläche.

Leinen:

Sie zeichnet sich durch eine hohe Festigkeit im trockenen sowie im nassen Zustand aus. Leinen hat einen kühlen Griff und einen angenehmen Glanz, ist aber auch sehr steif und wenig geschmeidig. Stoffe aus reinem Leinen, knittern stark, weshalb Leinen oft mit anderen Materialien verarbeitet wird.

Lycra:

Lycra ist der Markenname einer bestimmten Elasthanart
aus dem Hause "du pont".

Elasthan wird gerne mit anderen Stoffen gemischt, um Textilien eine hohe Elastizität und Dehnbarkeit zu verleihen.

Membrane:

Hauchdünne Folien, die zwischen Oberstoff und Futter liegen oder verbunden werden mit Oberstoff oder Futter (dann Laminate genannt).
Dadurch wird Outdoor-Mode wasser- und winddicht. Sie bleibt aber atmungsaktiv, Feuchtigkeit kann also nach außen dringen.

Microfaser:

Diese Chemiefasern sind feiner als der feinste natürliche Faden aus Seide und daher angenehm weich und geschmeidig.

Nylon:

Gattungsbegriff für Polyamid 6.6. Ursprünglich handelt es sich um den Markennamen der ersten Polyamid-Faser aus dem Haus DuPont.

Polyester:

Polyester hat eine sehr geringe Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit (schnell trocknend), außerdem ist Polyester knitterarm, formbeständig und pflegeleicht. Polyester nimmt aufgrund vielseitiger Eigenschaften eine Spitzenstellung unter den Chemiefasern ein. Polyestergarne sind im Vergleich zu Naturfasern viel gleichmäßiger. Texturiertes Polyester ist gut wärmeisolierend, die glatte Faser nicht. Die Reiß- und Scheuerfestigkeit ist gut, die Elastizität hoch und die Knitterneigung gering. Polyester läßt sich formen (Plissee) und thermofixieren. Das Material ist lichtbeständig, es verrottet nur schw

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Materialien S - W

Satin

Glatter Stoff aus Spinnfasergarnen mit dezentem Glanz. Die glatte und leicht glänzende Optik entsteht durch die "Kett-Atlas-Bindung", in der vor allem die Kettfäden die Oberfläche bilden.

Schurwolle

Zu den ältesten, über die ganze Welt verbreitete Textilfasern gehört die Schafwolle, sie ist die Wolle par excellence. Wenn man das Wort "Wolle" ohne Zusatz verwendet, ist fast immer Schafwolle gemeint.Sie ist haltbarer als Lammwolle und zweifellos auch die preiswerteste unter allen verschiedenen Wollfasern.Schafwolle ist weich, hält warm und wirkt trotzdem temperaturausgleichend. Meistens ist sie in sehr intensiven Farben gefärbt. Hochwertige, edle Wolle, die durch Scheren am lebenden Tier vorgenommen wird. Schurwolle verfügt über die idealsten Eigenschaften für Kleidung, denn sie ist temperaturausgleichend,besonders atmungsaktiv und hautstimulierend. Feuchtigkeit kann sie bis zu einem Drittel ihres eigenen Gewichts aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen

Schurwolle Pur

Schurwolle Pur ist eine ganzheitlich ökologisch hergestellte Faser. Dieser Prozeß beginnt bei der Erzeugung in Australien: es gelten strenge Pestizidgrenzwerte. Die Rohwolle wird von unabhängigen Prüfinstituten getestet und in umweltgeprüften Wäschereien mit biologisch abbaubaren Waschmitteln in weitgehend geschlossenen Wasserkreisläufen gewaschen. Die verwendeten Farbstoffe sind frei von Schwermetallen und auf Chlorbleiche wird ganz verzichtet. Schurwolle Pur ist mit Öko-Tex Standard 100 ausgezeichnet und in verschiedenen Faserlängen erhältlich.

Seide

Typische Eigenschaften der Seide sind der Glanz, die hohe Feinheit und der angenehme Griff. Zudem hat Seide noch eine ausgezeichnete Elastizität, was sie nicht so stark knittern läßt.

Sympatex

Die Sympatex-Membrane bietet perfekten Wetterschutz, unsichtbar integriert in Freizeit- und Sportbekleidung für Damen, Herren und Kinder sowie in City- und Sportschuhe, in Handschuhe, Motorradbekleidung und Kopfbedeckungen.
Damit die Membrane, die in Reinform eine sehr dünne Folie ist, in Bekleidungsteilen verarbeitet werden kann, muß sie mit einem textilen Trägermaterial zu einem sogenannten Laminat verbunden (verklebt) werden. Dieser Vorgang wird als Laminierung bezeichnet.
Da die Membranbekleidung auf höchste Funktionalität und Tragekomfort ausgerichtet ist, muß jeder Konfektionär, der die Sympatex-Membran verarbeitet, strenge Richtlinien beachten. Die Einhaltung dieser Richtlinien wird von Sympatex in einem aufwendigen Verfahren zur Qualitätssicherung überwacht.

Viscose

Viskose – leicht, fließend und unendlich weich. Viskose ist der Baumwolle sehr ähnlich. Sie ist noch saugfähiger und besitzt eine hohe Feuchtigkeitsaufnahme. Daher hat Viskose gute hygienische Eigenschaften. Die Stoffe sind sehr leicht, weich und fließend. Leider knittert Viskose leichter als Baumwolle und ist nicht sehr formbeständig. Nicht pflegeleicht ausgerüstete Artikel und Kreppwaren neigen zum Einlaufen.

Wolle

Wolle, die aus dem Haarvlies von Schafen gewonnenen, v.a. aus Wollhaarren (Unterhaar) bestehenden spinnbaren Fasern, die als Rohstoff für Textilien verwendet werden; im weiteren Sinne auch Bezeichnung für die von anderen Säugetieren, insbesondere Angora- und Kaschmirziegen, Kamelen (Kamel, Alpaka, Vikunja) und Angorakaninchen, gewonnenen spinnfähigen tierische Haare, die im Gegensatz zu der (meist einfach Wolle genannten) Schaf-Wolle mit einem ihre Herkunft kennzeichnenden Vorsatz versehen und häufig auch als "Haar" bezeichnet werden (z.B. Angora-Wolle oder Kamelhaar).